Wirtschaftsstrafrechtliche Vereinigung e.V.

19.09.2013 – Trennbankengesetz

Donnerstag, 19 September 2013 Frankfurt a.M.

Neues Strafrecht im „Trennbankengesetz“ – Ein legislativer Totalschaden?

Nach Beobachtung der Bundesregierung bestehen gegenwärtig „unzureichende Möglichkeiten“, Geschäftsleiter von Banken und Versicherungen strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen, wenn das Unternehmen „durch Missmanagement in eine Schieflage geraten ist“. Der Bundestag hat deshalb am 17. Mai 2013 im Rahmen des sog. „Trennbankengesetzes“ die Aufnahme neuer Strafvorschriften in das Kreditwesengesetz
(§ 54a KWG n.F.) und das Versicherungsaufsichtsgesetz (§ 142 VAG n.F.) beschlossen. Künftig sollen Geschäftsleiter strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden können, „die durch Pflichtverletzungen im Risikomanagement die Krise des Instituts bzw. des Unternehmens mit verursacht haben“. Ist das Ziel des Gesetzgebers erreicht oder droht ein legislativer Totalschaden?

Die Wirtschaftsstrafrechtliche Vereinigung e.V. (WisteV) und das Institute for Law and Finance (ILF) laden Sie herzlich ein, die neuen Strafvorschriften des „Trennbankengesetzes“ zu diskutieren:

Donnerstag, 19. September 2013,
18.00-20.00 Uhr
Casino Campus Westend, 1. Stock
Raum 1.801 („Renate-von-Metzler-Saal“)
Campus Westend der Universität Frankfurt,
Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main

Programm

Wie ist das Gesetz in strafrechtsdogmatischer Hinsicht zu bewerten? Welche Bedeutung hat es für die Unternehmensführung? Wo liegen die Herausforderungen und Probleme für Banken, Finanzaufsicht und Strafverfolgungspraxis?

Darüber diskutieren Vertreter aus Wissenschaft und Praxis:

Dr. Sascha Engelbach, HSH Nordbank AG, Kiel

Dr. Peter Kasiske, LMU München

RA Thomas Richter, Frankfurt

Moderation: RA Dr. Philipp Gehrmann, Berlin

Es besteht ausreichend Gelegenheit, Fragen während der Diskussionsrunde zu vertiefen und mit den Referenten zu diskutieren.

 

Weitere Informationen können Sie der Einladung entnehmen.