Wirtschaftsstrafrechtliche Vereinigung e.V.

Medizin- und Arztstrafrecht

Die Gesundheitswirtschaft ist einer der wesentlichen Treiber der gesamten deutschen Wirtschaft im Hinblick auf ihren Beitrag zur Bruttowertschöpfung und zur Beschäftigung. Nicht zuletzt auch deshalb hat sich das Arztstrafrecht hat sich von der klassischen strafrechtlichen Aufarbeitung von Behandlungsfehlern hin zu einem umfassenden Wirtschaftsstrafrecht der Medizin entwickelt:

Das komplizierte Feld des ärztlichen Abrechnungswesens ist nicht nur Stoff für unterschiedliche Auslegungsdiskussionen zwischen Experten; eine solche Diskussion endet nicht selten in einem Betrugsvorwurf gegenüber den abrechnenden Leistungserbringern. Typisierte Abrechnungsvorgänge lassen dann bei Staatsanwaltschaften schnell eine Vielzahl von Verfahren entstehen. Fragwürdige Abrechnungsvereinbarungen, z.B. von medizin-technischen Firmen, können in kürzester Zeit eine dreistellige Anzahl von Ermittlungsverfahren zur Folge haben.

Noch schneller und größer dreht sich das Rad der Ermittlungstätigkeit, seitdem die Delikte der Vorteilsannahme und Bestechung bei den zahlreichen Ärzten im öffentlichen Dienst entdeckt worden sind. Die kritische Untersuchung von Gepflogenheiten von Pharmafirmen oder Lieferanten medizinischen Bedarfs kann dazu führen, dass nahezu flächendeckend in der Bundesrepublik Verfahren geführt werden. Was mit Ärzten begann, erstreckt sich mittlerweile auf die gesamte Welt der Medizin, vom Umgang der Apotheker mit Kunden und Medikamenten bis hin zum Organisationsmanagement eines Krankenhauses.

Der Arbeitskreis Medizin- und Arztstrafrecht steht allen Berufsgruppen offen und hat das Ziel, den Austausch und Wissenstransfer zwischen den Angehörigen der unterschiedlichen am Gesundheitswesen beteiligten Professionen zu fördern.

Ansprechpartner Dr. Michael Tsambikakis.

 

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