Milena Piel

Editorial

WiJ – Journal der Wirtschaftsstrafrechtlichen Vereinigung e.V.,erste Ausgabe 2012

Die Wirtschaftsstrafrechtliche Vereinigung e.V. – WisteV erlebt seit ihrer Gründung durch eine Handvoll engagierter Kollegen im Jahr 2009 eine einzigartige Erfolgsgeschichte: Innerhalb von nur zweieinhalb Jahren ist die Mitgliederzahl auf über 270 Mitglieder gewachsen, immer besser gelingt die Vernetzung mit verschiedenen Berufsgruppen und Rechtsdisziplinen und – nicht zuletzt – in die angrenzenden Staaten hinein: im Jahr 2011 wurden sowohl die Landesgruppe Schweiz (S. 48: „Länderbericht Schweiz: Aktuelles Wirtschaftsstrafrecht) als auch die Landesgruppe Österreich ins Leben gerufen. Das Ziel der WisteV, die Akteure des Wirtschaftsstrafrechts fachübergreifend an einen Tisch zu bringen, wurde im Jahr 2011 im Rahmen einer Vielzahl von Tagungen zu hochaktuellen wirtschaftsstrafrechtlichen Fragestellungen erreicht (Zusammenfassung der Tagungsergebnisse durch WisteV-Beirat LOStA Folker Bittmann, S. 62; Tagungsbericht Bochumer Steuerseminar, S. 68).

Jedes neue Kalenderjahr der WisteV beginnt seit 2010 mit einem Highlight: Die „WisteV-wistra-Neujahrstagung“ bringt Referenten aus Recht, Wirtschaft, Politik und den angrenzenden Rechtsdisziplinen mit einem breiten Kreis von interessierten Zuhörern zusammen und setzt dabei schon zu Anfang eines jeden Jahres neue Maßstäbe.

In das Jahr 2012 startet WisteV geradezu mit einem Neujahrsfeuerwerk: Im Rahmen der „WisteV-wistra-Neujahrstagung“ („Moloch Wirtschaftsstrafrecht – Staatliche Wirtschaftslenkung durch die und auf Kosten der Justiz?“) wird erstmals der mit 1.000 Euro dotierte Preis der Wirtschaftsstrafrechtlichen Vereinigung e.V. (WisteV-Preis) für die aus der Perspektive der Praxis beste Dissertation oder Habilitation des Wirtschaftsstrafrechts vergeben. In diesem Jahr geht er an zwei Autoren, deren Arbeiten durch ihre hohe Relevanz auf dem Gebiet des Wirtschaftsstrafrechts überzeugen konnten. In der vorliegenden und der kommenden Ausgabe der WiJ werden die Arbeiten der Preisträger Dr. Marc Engelhart und Dr. Felix Walther rezensiert (Christian Rosinus zu Dr. Marc Engelhart, „Die Sanktionierung von Unternehmen unter Berücksichtigung von Compliance-Maßnahmen“, S. 77). Die Homepage der WisteV, www.wistev.de, hat 2012 ein neues und moderneres Gesicht erhalten. Die „funkelndste Neujahrsrakete am wirtschaftsstrafrechtlichen Internet-Himmel“ ist allerdings die neue Online-Zeitschrift: erstmals erscheint das Journal der Wirtschaftsstrafrechlichen Vereinigung e.V., WiJ. WisteV veröffentlicht damit die erste kostenfreie interdisziplinär und länderübergreifend ausgerichtete Online-Zeitschrift Deutschlands zu wirtschaftsstrafrechtlichen Fragestellungen.

Weiter zum Inhalt: In der Ihnen vorliegenden ersten Ausgabe ruft Prof. Dr. Jürgen Wessing die Verteidiger dazu auf, die Möglichkeiten der Verteidigung in Bezug auf das Unternehmensstrafrecht zu nutzen (S. 1). Welche Möglichkeiten dies sind und wie diese Möglichkeiten auch gegenüber einer Staatsanwaltschaft, die bisher nur Individualverteidigungen kennt, effektiv durchgesetzt werden können, legt Prof. Dr. Jürgen Wessing im Detail dar, und er lässt keinen Zweifel: Faktisch ist in Deutschland ein Unternehmensstrafrecht längst in Kraft; um dessen konkrete Ausgestaltung muss noch gerungen werden. Auch Dr. Hanno Durth anerkennt das faktische Bestehen von Sanktionierungsmöglichkeiten gegen Unternehmen im deutschen Rechtssystem, jedoch warnt er vor der Einführung eines eigenständigen Unternehmensstrafrechts, das den bisher bekannten Strafprozess in Frage stellen würde. Zur Vermeidung der damit einhergehenden Gefahren und Ungewissheiten zeigt Dr. Hanno Durth alternative Handlungsweisen auf. Markus Rübenstahl, Mag. iur. stellt die aktuelle Rechtslage zu unternehmensinternen Ermittlungen vor (Teil 1 zu Interviews in Internal Investigations, S. 17) und Norman Lenger und Dr. Henner Apfel präsentieren den ersten Teil ihrer umfassenden Einführung und Schulung zum Insolvenzstrafrecht (S. 34).

Auf den gesamten Inhalt der WiJ können Sie jederzeit unter www.wi-j.de zugreifen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Rechtsanwältin Milena Piel, Düsseldorf

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WiJ – Journal der Wirtschaftsstrafrechtlichen Vereinigung e.V.,
erste Ausgabe 2012

Die Wirtschaftsstrafrechtliche Vereinigung e.V. – WisteV erlebt seit ihrer Gründung durch eine Handvoll engagierter Kollegen im Jahr 2009 eine einzigartige Erfolgsgeschichte: Innerhalb von nur zweieinhalb Jahren ist die Mitgliederzahl auf über 270 Mitglieder gewachsen, immer besser gelingt die Vernetzung mit verschiedenen Berufsgruppen und Rechtsdisziplinen und – nicht zuletzt – in die angrenzenden Staaten hinein: im Jahr 2011 wurden sowohl die Landesgruppe Schweiz (S. 48: „Länderbericht Schweiz: Aktuelles Wirtschaftsstrafrecht) als auch die Landesgruppe Österreich ins Leben gerufen. Das Ziel der WisteV, die Akteure des Wirtschaftsstrafrechts fachübergreifend an einen Tisch zu bringen, wurde im Jahr 2011 im Rahmen einer Vielzahl von Tagungen zu hochaktuellen wirtschaftsstrafrechtlichen Fragestellungen erreicht (Zusammenfassung der Tagungsergebnisse durch WisteV-Beirat LOStA Folker Bittmann, S. 62; Tagungsbericht Bochumer Steuerseminar, S. 68).

Jedes neue Kalenderjahr der WisteV beginnt seit 2010 mit einem Highlight: Die „WisteV-wistra-Neujahrstagung“ bringt Referenten aus Recht, Wirtschaft, Politik und den angrenzenden Rechtsdisziplinen mit einem breiten Kreis von interessierten Zuhörern zusammen und setzt dabei schon zu Anfang eines jeden Jahres neue Maßstäbe.

In das Jahr 2012 startet WisteV geradezu mit einem Neujahrsfeuerwerk: Im Rahmen der „WisteV-wistra-Neujahrstagung“ („Moloch Wirtschaftsstrafrecht – Staatliche Wirtschaftslenkung durch die und auf Kosten der Justiz?“) wird erstmals der mit 1.000 Euro dotierte Preis der Wirtschaftsstrafrechtlichen Vereinigung e.V. (WisteV-Preis) für die aus der Perspektive der Praxis beste Dissertation oder Habilitation des Wirtschaftsstrafrechts vergeben. In diesem Jahr geht er an zwei Autoren, deren Arbeiten durch ihre hohe Relevanz auf dem Gebiet des Wirtschaftsstrafrechts überzeugen konnten. In der vorliegenden und der kommenden Ausgabe der WiJ werden die Arbeiten der Preisträger Dr. Marc Engelhart und Dr. Felix Walther rezensiert (Christian Rosinus zu Dr. Marc Engelhart, „Die Sanktionierung von Unternehmen unter Berücksichtigung von Compliance-Maßnahmen“, S. 77). Die Homepage der WisteV, www.wistev.de, hat 2012 ein neues und moderneres Gesicht erhalten. Die „funkelndste Neujahrsrakete am wirtschaftsstrafrechtlichen Internet-Himmel“ ist allerdings die neue Online-Zeitschrift: erstmals erscheint das Journal der Wirtschaftsstrafrechlichen Vereinigung e.V., WiJ. WisteV veröffentlicht damit die erste kostenfreie interdisziplinär und länderübergreifend ausgerichtete Online-Zeitschrift Deutschlands zu wirtschaftsstrafrechtlichen Fragestellungen.

Weiter zum Inhalt: In der Ihnen vorliegenden ersten Ausgabe ruft Prof. Dr. Jürgen Wessing die Verteidiger dazu auf, die Möglichkeiten der Verteidigung in Bezug auf das Unternehmensstrafrecht zu nutzen (S. 1). Welche Möglichkeiten dies sind und wie diese Möglichkeiten auch gegenüber einer Staatsanwaltschaft, die bisher nur Individualverteidigungen kennt, effektiv durchgesetzt werden können, legt Prof. Dr. Jürgen Wessing im Detail dar, und er lässt keinen Zweifel: Faktisch ist in Deutschland ein Unternehmensstrafrecht längst in Kraft; um dessen konkrete Ausgestaltung muss noch gerungen werden. Auch Dr. Hanno Durth anerkennt das faktische Bestehen von Sanktionierungsmöglichkeiten gegen Unternehmen im deutschen Rechtssystem, jedoch warnt er vor der Einführung eines eigenständigen Unternehmensstrafrechts, das den bisher bekannten Strafprozess in Frage stellen würde. Zur Vermeidung der damit einhergehenden Gefahren und Ungewissheiten zeigt Dr. Hanno Durth alternative Handlungsweisen auf. Markus Rübenstahl, Mag. iur. stellt die aktuelle Rechtslage zu unternehmensinternen Ermittlungen vor (Teil 1 zu Interviews in Internal Investigations, S. 17) und Norman Lenger und Dr. Henner Apfel präsentieren den ersten Teil ihrer umfassenden Einführung und Schulung zum Insolvenzstrafrecht (S. 34).

Auf den gesamten Inhalt der WiJ können Sie jederzeit unter www.wi-j.de zugreifen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Rechtsanwältin Milena Piel, Düsseldorf

Autorinnen und Autoren

  • Milena Piel

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