Wirtschaftsstrafrechtliche Vereinigung e.V.

17.12.2020 – Digital Thursday: WisteV Lunch

Strafrecht in der Pandemie: Triage – Pflichtenkollision beim Lebensschutz

 

Nicht nur Gesellschaft und Politik stehen vor großen Herausforderungen. Bundesweit sind seit Beginn der Corona-Krise etwa 20.000 Anzeigen von Straftaten mit Pandemie-Bezug erstattet worden u.a. wegen erschlichener Soforthilfen, Fakeshops im Internet, gefälschter Corona-Medikamente oder minderwertiger Masken. Mit rund 7.500 Verfahren wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug und anderer Betrugsmaschen verzeichnen die Ermittler in Nordrhein-Westfalen einer internen Umfrage zufolge die höchsten Fallzahlen. Es folgen Berlin und Bayern mit mehr als 4.500 beziehungsweise mehr als 2.200 Fällen. Nach Einschätzung des Deutschen Richterbundes dürfte es bis weit ins Jahr 2021 hinein dauern, ehe die Strafjustiz alle Corona-Verfahren abgearbeitet hat. Dabei konnte bspw. die noch sicher zu erwartende Welle an Insolvenzstrafverfahren noch nicht eingerechnet werden.

Wir wollen über die strafrechtlichen Implikationen der Pandemie in einer kleinen Serie von kurzen Informationsrunden im Rahmen eines digitalen Lunchs diskutieren. Die moderierte Veranstaltung startet jeweils mit einem einführenden Kurz-Referat und einem Kommentar, bevor die allgemeine Diskussion eröffnet wird. Wir hoffen auf Ihre intensive Beteiligung via Zoom.

Donnerstag, 17.12.2020
Triage – Pflichtenkollision beim Lebensschutz

Referent: Dr. Oliver Harry Gerson, Universität Passau
Kommentar: Prof. Dr. Frank Saliger, Ludwig-Maximilians-Universität München
Moderation: Rechtsanwalt Prof. Dr. Michael Tsambikakis, Tsambikakis & Partner, Köln

Informationen zu den weiteren Veranstaltungen der Digital Thursdays finden Sie in der Einladung zum Download.

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